Berichterstattung im Wandel

So sollte Klima wirklich kommuniziert werden

3. Aug 2026 , aktualisiert: 5. Aug 2026

Gerade jetzt in einer Zeit, in der Hitzerekorde gebrochen werden und Waldbrände zunehmen, steht die Klimakrise im Mittelpunkt. Aber berichten wir medial überhaupt richtig über sie?

Bild: Pexels
So sollte Klima wirklich kommuniziert werden

Die neueste Episode „Berichten wir falsch über die Klimakrise?“ von BR24 Medien setzt sich mit der aktuellen Klimaberichterstattung in Deutschland auseinander. Gemeinsam mit der Psychologin Lea Dohm, der Klimajournalistin Claudia Reiser und dem Meteorologen Özden Terli spricht Host Sophie Morár darüber, wie Medien über die Klimakrise aktuell berichten und welche Ansätze die zukünftige Berichterstattung braucht.

Wie auch in der Episode angemerkt, ist die Thematik rund um "Klima" sehr komplex und vielseitig. Es braucht Fachredakteure in der Berichterstattung, die die Thematik greifbarer machen. Gleichzeitig muss überlegt werden, wie das Thema trotz seiner langjährigen Geschichte und Debatte interessant vermittelt werden kann. Die gesellschaftliche Relevanz ist nämlich zwar weiterhin groß, medial muss aber eine neue Strategie gefunden werden, um das Thema zu vermitteln.

Durch die unterschiedlichen Perspektiven der drei Expert*innen ermöglicht der Podcast einen transparenten Einblick in Meinungen zu der Entwicklung der Klimaberichterstattung. Özden Terli beispielsweise findet, dass auch bei starker Ablehnung gegenüber dieser Thematik die Benennung der Klimakrise stets wichtig ist.

Eine weitere Perspektive bietet zudem eine Studie der Initiative „Klima vor acht“. Sie zeigt, dass die ausdrückliche Klimaberichterstattung deutlich zurückgegangen ist. Viele Nachrichten über das Thema lassen den Begriff "Klima" aus, weil er häufig negativ konnotiert sei und Ablehnung erfahre. Unklar bleibt, wie die indirekte Klimaberichterstattung ausfällt.

Zum Abschluss der Episode stellt Lea Dohm heraus, dass insbesondere der konstruktive Journalismus von Bedeutung ist. Neben den negativen Seiten der Klimakrise sollten Medien auch konkrete Lösungsansätze vorschlagen, damit Menschen bewusst wird, dass sie handeln können und Wirkung erzielen.

Wer sich dafür interessiert, warum der Meteorologe Terli die direkte Benennung der Klimakrise für notwendig hält oder welchen journalistischen Grund der Rückgang der Berichterstattung hat, kann sich hier die Podcast-Episode vollständig anhören!